Die Passerelle ist geschafft!
96 ehemalige Studierende haben am 30. August nach dem harten Passerellenjahr und den intensiven Ergänzungsprüfungen ihre Abschlusszeugnisse erhalten. Nun stehen ihnen alle Universitäten offen.
Vor über 20 Jahren startete die Passerelle an der MSE als kleines Nischenprojekt mit einer kleinen Klasse, der legendären P1. Die MSE war damit, zusammen mit den Erwachsenengymnasien in Bern und St. Gallen, eine der ersten Schulen, welche sich auf das Abenteuer einliessen und die Passerelle ein- und durchführten.
Zwei Jahrzehnte später feierten wir den erfolgreichen Abschluss von fast zehnmal mehr Studierenden. Das zeigt, wie sehr sich dieses Angebot bewährt hat: als Instrument der Durchlässigkeit, der Chancengerechtigkeit – und als Einladung an alle, die bereit sind, sich neue Horizonte zu erschliessen und Möglichkeiten zu eröffnen.
Es brauchte Mut im Jahr 2004, sich als Erste auf das Wagnis Passerelle einzulassen. Diesen Mut haben damals 14 junge Berufsmaturandinnen und –maturanden bewiesen und sind in der ersten Passerellenklasse, der berühmten Pionierklasse P1, an der MSE gestartet. Elf von ihnen haben die Ergänzungsprüfungen 2005 bestanden und durften die ersten Passerellenzeugnisse überhaupt entgegennehmen.
Zwei von ihnen waren mit dabei an der Abschlussfeier: Franco Bühlmann und Grossstadtrat Simon Roth, Absolventen des ersten Passerellenjahrgangs 2005.
Für das musikalische Programm sorgte die Luzerner Künstlerin Anna Mae, die an der Feier selbst ihr eigenes Passerellen-Zeugnis entgegennehmen durfte.
Wir gratulieren den erfolgreichen Absolvent:innen und wünschen auf dem weiteren Bildungsweg viel Erfolg!
Lesen Sie dazu auch folgende Berichte in den Medien:
- Bericht von Silvio Frei (Absolvent Passerelle 2015) in der Luzerner Zeitung vom 28. August 2025: „Vom Nischenprojekt zum Erfolgsmodell“
- Medienmitteilung des BKD: „96 Abschlüsse des Passerellen-Lehrgangs an der Maturitätsschule für Erwachsene Luzern“
Ansprache von Franco Bühlmann, Principal Value Engineer und Absolvent 2005

«Es ist mir eine grosse Ehre, heute hier zu stehen – anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums der Passerelle. Herzlichen Dank für die Einladung!
Und es ist unglaublich schön, so viele Absolventinnen und Absolventen zu sehen – damals, in unserem Jahrgang, hätten wir fast alle in einem Minibus Platz gefunden.
Zuerst möchte ich euch, liebe Absolventinnen und Absolventen, von Herzen gratulieren – zu eurem Abschluss, aber auch zu dem Weg, den ihr bis hierhin gegangen seid. Ich weiss aus eigener Erfahrung: Das Passerellen-Jahr ist intensiv. Es fordert Ausdauer, Disziplin – und die Fähigkeit, sich immer wieder neu zu motivieren.»
Ansprache von Simon Roth, Grossstadtrat Luzern und Absolvent 2005

«20 Jahre ist es nun her, seit ich selbst hier an meiner Prüfungsfeier teilgenommen habe. Das ist wirklich eine ganze Weile. Umso mehr freut es mich, dass Luigi Brovelli mich aus der Frühzeit der Passerelle ausgegraben hat und ich heute hier an Ihrer Prüfungsfeier sein darf.
Es war die einzige meiner Prüfungsfeiern, an der ich teilgenommen habe. Weder beim Lehrabschluss noch bei der Berufsmaturität, noch an der Uni war ich dabei. Entweder war ich in den Ferien oder in einem Pfadilager oder sonstwo.
Die Passerelle hatte für mich aber auch eine andere Bedeutung. Sie war für mich weniger ein Abschluss, sondern vor allem ein Türöffner. Ein Türöffner zur Universität und damit zu neuen Möglichkeiten.»
Ansprache von Clara Suma, Absolventin 2025

«Wir haben es tatsächlich geschafft. Wir stehen hier, mit einem offiziellen Abschluss in der Tasche und das ganz ohne Nervenzusammenbruch … oder na ja, zumindest ohne bleibende Schäden.
Ja, die Passerelle. Bis vor einem Jahr war das noch ein harmloses Wort. Wie eine kleine Brücke, die man mal eben so überquert. Nur ein Jahr, das klingt überschaubar. 365 Tage. Zwölf Monate. 52 Wochen. Klingt fast wie ein Wellness-Programm; ein bisschen lernen, ein bisschen Prüfungen schreiben, und am Ende geht’s entspannt ins Studium.
Die Realität: eher wie ein Survival-Training, nur dass unser Lagerfeuer aus leeren Kaffeebechern bestand, unsere Waffen Kugelschreiber waren und die grössten Gefahren nicht wilde Tiere, sondern komplexe Matheaufgaben.»
Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen







Impressionen von der Ergänzungsprüfungsfeier



























