Rückblick des Schulleiters

MSE Luzern – die zertifizierte Spezialistin für gymnasiale Erwachsenenbildung in der Zentralschweiz

Zwei Jubiläen durfte die MSE im vergangenen Schuljahr feiern: Zum einen besteht sie seit 35 Jahren, zum anderen ermöglicht die Passerelle an der MSE seit nunmehr 20 Jahren jungen Menschen mit Berufs- oder Fachmaturität den Zugang zu den universitären Hochschulen. Ihre Rolle als zentrale Institution der gymnasialen Erwachsenenbildung in der Zentralschweiz hat die MSE im Schuljahr 2024/25 weiter gefestigt.

Ein herausragender Meilenstein dieses Schuljahres ist die Auszeichnung der MSE mit dem Qualitätslabel «Q2E‑Master», der höchsten Stufe im anerkannten Qualitätsmanagement‑Modell für Schulen. Das Zertifikat wurde der MSE aufgrund des sehr positiven Abschlussberichtes der externen Evaluation durch das ZEM CES sowie nach einem eintägigen Audit durch die SGS im März 2025 ohne weitere Auflagen verliehen. Damit wird die herausragende Arbeit, welche die Lehrpersonen und Mitarbeitenden der MSE täglich leisten, gewürdigt und nach aussen sichtbar gemacht.

Im Zusammenhang mit der Q2E-Zertifizierung und dem 35-Jahr-Jubiläum erschien ein Beitrag von Gabriela Mischkale im Blog des Bildungs‑ und Kulturdepartements unter dem Titel «Matura für Erwachsene: Auf Umwegen zu neuen Perspektiven». Der lesenswerte Beitrag schildert unter anderem den Lebensweg einer Absolventin des Gymnasialen Lehrgangs: Nach dem Abbruch der Kantonsschule, Phasen des Berufslebens und der Mutterschaft führte sie der Weg über die Erwachsenenmatura an der MSE zum Studium an der Universität Luzern und schliesslich zur Auszeichnung für die beste Bachelorarbeit im integrierten Studiengang Kulturwissenschaften im April 2025. Dieser exemplarische Lebenslauf verdeutlicht die Bedeutung von Bildungswegen, die heterogene Biografien zulassen und Talente unabhängig vom ursprünglichen Bildungsentscheid fördern. Die MSE erfüllt diese wichtige Funktion nicht nur im Kanton Luzern, sondern für die gesamte Zentralschweiz. Sie ermöglicht Menschen, die sich später im Leben neu orientieren oder akademisch weiterbilden möchten, den Zugang zur universitären Bildung.

Zehn Studierende erfüllten sich im vergangenen Schuljahr den Traum von der gymnasialen Matura und durften am 14. Juni 2025 ihre wohlverdienten Maturitätszeugnisse entgegennehmen. Regierungsrat Dr. Armin Hartmann, Bildungs‑ und Kulturdirektor, würdigte anlässlich der Feier in seiner Ansprache die herausragenden Leistungen der Absolventinnen und Absolventen. Lesen Sie hier den Bericht zur Maturafeier.

Im Jahr 2025 konnte zudem der Passerellen‑Lehrgang auf 20 Jahre erfolgreiche Umsetzung zurückblicken. Der einjährige Lehrgang wurde 2004 von der MSE gemeinsam mit den Erwachsenengymnasien in Bern und St. Gallen erstmals durchgeführt und 2005 mit der ersten Passerellenfeier abgeschlossen. Zwei Jahrzehnte später feierte die MSE den erfolgreichen Abschluss von 96 Studierenden – beinahe zehnmal so viele wie bei der ersten Durchführung. Besonders erfreulich war die Teilnahme zweier Absolventen aus dem Jahr 2005 an der Jubiläumsfeier. Lesen Sie hier den Bericht zur Feier.

Weitere Berichte zur Passerellenfeier in den Medien:

Ein Rückblick auf die laufende Qualitätsarbeit, auf die schulinterne Weiterbildung (SCHILW) und auf weitere Schulentwicklungsprojekte findet sich im Bericht von Thomas Seger. Im Rahmen der SCHILW vom 7. November 2024 setzte sich das Kollegium eingehend mit dem Evaluationsbericht des ZEM CES auseinander und diskutierte anhand von vier Leitfragen die darin formulierten Handlungsempfehlungen. Als konkretes Resultat dieser Arbeit liegen inzwischen zwei praxisnahe Handreichungen vor: «Unterrichten an der MSE» und «Studieren an der MSE».

Neben dem Unterricht bereicherten wiederum spannende und vielfältige Anlässe und Projekte den Schulalltag. Die kulturelle Abendveranstaltung führte ins Cochlea-Implantat-Zentrum vom Luzerner Kantonsspital und wurde mit einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant «Libelle» abgeschlossen. Der traditionelle Mittwoch à la carte begeisterte durch zahlreiche wissenschaftliche und kulturelle Projekte und unterstrich die Bedeutung von Interdisziplinarität und ausserschulischen Lernorten. Die Präsentationen der Maturaarbeiten des Kurses M22 markierten schliesslich den Abschluss eines zentralen Abschnitts der gymnasialen Ausbildung.

Mein grosser Dank gilt dem Lehrpersonen‑Team der MSE für die hervorragende Arbeit. 29 Lehrpersonen, die im Durchschnitt sechs Lektionen an der MSE unterrichten und ansonsten an insgesamt 13 verschiedenen Schulen oder Hochschulen tätig sind, bilden ein einzigartiges Kollegium. In diesem Schmelztiegel verbinden sich vielfältige fachliche Kompetenzen und pädagogische Erfahrungen – eine wesentliche Grundlage für die nachweislich hohe Qualität des Unterrichts an der MSE.

Ein ebenso herzlicher Dank gilt unserer Mitarbeiterin Martha Zurfluh sowie dem Qualitätsbeauftragten Thomas Seger für ihren engagierten Einsatz. Bedanken möchte ich mich zudem bei der Schulkommission der MSE unter der Leitung von Claudia Wespi sowie bei der Rektorin der Kantonsschule Reussbühl Luzern, Annette Studer. Ohne ihre Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen wäre der Erfolg dieses Schuljahres nicht möglich gewesen.

Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem gesamten MSE‑Team ein weiteres Schuljahr in Angriff zu nehmen.

Dr. Luigi Brovelli
Schulleiter

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