Exkursion ans CERN

Am 17. April besuchte eine Gruppe von über 20 Studierenden aus der Passerelle und dem Gymnasialen Lehrgang das CERN bei Genf. Bereits die gemeinsame Zugreise erwies sich als besonderes Erlebnis und stimmte die Teilnehmenden auf einen Tag ein, der Wissenschaft und Gemeinschaft auf ideale Weise verband.

Vor Ort wurden wir unter fachkundiger Führung zu verschiedenen Einrichtungen begleitet und erhielten einen anschaulichen Einblick in die Grundlagen der Hochenergiephysik sowie in die Funktionsweise grosser Beschleunigeranlagen. Besonders eindrücklich war die Begegnung mit der «Antimatter Factory», die als weltweit grösste Quelle für (künstlich erzeugte) Antimaterie gilt und die Grundlage für zahlreiche Experimente zur Antimaterieforschung bildet.

Für Staunen sorgten auch zwei „Grössenordnungen“-Fakten aus dem LHC-Umfeld: Die Protonen (Kerne von Wasserstoffatomen) im LHC werden aus einer Flasche Wasserstoffgas der Grösse einer Weinflasche gewonnen – trotz der Dimensionen der Anlage handelt es sich insgesamt um extrem geringe Materiemengen. Ebenso beeindruckend ist die im Strahl gespeicherte Energie: In einem LHC-Strahl stecken Hunderte von Megajoule an Energie; CERN veranschaulicht dies unter anderem mit dem Vergleich zur kinetischen Energie eines TGV-Schnellzugs bei rund 150 km/h.

Ein herzlicher Dank geht an unseren Physiklehrer Dr. Pascal Stäuber, der diese Exkursion ermöglicht und organisiert hat.

Luigi Brovelli

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