Bericht des Qualitätsbeauftragten

Das Qualitätssystem der MSE beruht unter anderem auf den folgenden Grundpfeilern, die insbesondere auch die Reflexion und den Austausch fördern sollen:

  • Studierendenfeedback
  • Unterrichtsteams
  • Zwischenberichtverfahren
  • Hospitation und kollegiale Beratung
  • Beurteilungs- und Fördergespräche (BFG) sowie Selbstbeurteilung der Lehrpersonen
  • Einführung von neuen Lehrpersonen (Mentoratssystem)

Zentrale Gefässe der schulinternen Qualitätsarbeit sind des Weiteren die sich regelmässig treffende Arbeitsgruppe Schulentwicklung (AGSE), die aktiv an schulischen Entwicklungsprozessen mitwirkt und die jährlich stattfindende schulinterne Weiterbildung (SCHILW) organisiert.

Im Schuljahr 2024/25 standen im Rahmen der Qualitätsarbeit die folgenden Aspekte im Fokus:

  • Im September 2024 wurde in den drei Klassen des gymnasialen Lehrgangs eine interne Evaluation zum Bereich Partizipation und Studierendenrat durchgeführt. Eine der Kernaussagen der Befragung lautet, dass den Studierenden Partizipation nach wie vor ein wichtiges Anliegen ist, indes die Meinungen bezüglich der konkreten Mitwirkung des Studierendenrats eher heterogen sind. Diese Erkenntnisse fliessen in die weitere Ausgestaltung der Partizipationsmöglichkeiten der Studierenden ein.
  • Unterrichtsteams: Der Zweijahreszyklus mit dem Schwerpunktthema Passung Direktunterricht und Selbststudium – ein wesentlicher Erfolgsfaktor im an der MSE praktizierten Verbundsystem – wurde im Sommer 2025 abgeschlossen. Ziel war es, wie es in einem der Schlussberichte heisst, «neue Perspektiven auf den Unterricht zu gewinnen und bestehende Unterrichtspraktiken zu reflektieren». Die Lehrpersonen haben in den Unterrichtsteams, häufig auch im Rahmen gegenseitiger Hospitationen, also insbesondere Lehr- und Lernprozesse analysiert und reflektiert. Hier beispielhaft eine Kurzübersicht zum fachlichen Austausch: Gedanken zur optimalen Passung von instruierendem Unterricht und Übungsmöglichkeiten, Arrangements komplementärer Lernstudios (zum Beispiel mittels eines Moodle-Leitprogramms), gegenseitiger Austausch von Unterrichtsmaterialien und deren Überarbeitung, Austausch über unterschiedliche Methoden und Unterrichtsformen, Massnahmen zur Förderung von Engagement und Partizipation, Optimierungen im IT-Bereich (OneNote-Strukturen, Quizlet etc.), und vieles mehr.
  • Die Studierendenfeedbacks (Klassenfeedbacks) wurden von den Fachlehrpersonen erneut mit dem im Schuljahr 2022/23 überarbeiteten digitalen Befragungsinstrument (vgl. Jahresbericht 2022/23) durchgeführt, wobei im Passerelle-Lehrgang im Schuljahr 2024/25 die Sprachfächer Deutsch, Englisch und Französisch sowie die Fächer der Geistes- und Sozialwissenschaften (Geografie / Geschichte) im Fokus standen.
  • Die Berichte zur 2024 durch ZEM CES (Schweizerisches Zentrum für die Mittelschule und für Schulevaluation auf der Sekundarstufe II) durchgeführten standardisierten Ehemaligenbefragung (SEB) wurden ausgewertet. Die Rückmeldungen sind in beiden Lehrgängen erneut grossmehrheitlich positiv und die MSE-Schulqualität erhält zum wiederholten Mal ein erfreuliches Ergebnis.
  • Bereits im Schuljahr 2023/24 fand an der MSE die im sechsjährigen Rhythmus durchgeführte grosse externe Schulevaluation statt (siehe dazu Jahresbericht 2023/24). Nach dem überaus erfreulichen Evaluationsbericht des ZEM CES vom 25. Juni 2024 und dem erfolgreichen Zertifizierungs-Audit durch die SGS wurde der MSE das Q2E-Zertifikat auf der höchstmöglichen Stufe «Q2E-Master» verliehen. Q2E (Qualität durch Evaluation und Entwicklung) ist ein Orientierungsmodell für den Aufbau und die Weiterentwicklung eines ganzheitlichen Qualitätsmanagements an Schulen und anderen Bildungsinstitutionen. Damit ist die MSE eine von insgesamt 19 Q2E-zertifizierten Schulen der Schweiz und aktuell die einzige im Kanton Luzern. Wir sind stolz, dieses Qualitätslabel für unsere Schule erhalten zu haben.

Schulinterne Weiterbildung (SCHILW)

Am 7. November 2024 stand der SCHILW-Anlass «Fokusthema ZEM CES-Evaluation: Kombination von Selbststudium» auf dem Programm. Dabei wurde, ausgehend von Handlungsempfehlungen des Berichts zur externen Evaluation 2024, in Gruppen über die folgenden Leitfragen diskutiert:

  • Leitfrage 1, Individualisierung / Umgang mit Heterogenität: Wie beurteilen die Studierenden und die Lehrpersonen das Verbundsystem (die Kombination von Selbststudium und Präsenzunterricht) an der MSE hinsichtlich der Aspekte Individualisierung und Umgang mit Heterogenität innerhalb der Klassen?
  • Leitfrage 2, Selbststudium – Aufwand, Materialien: Wie beurteilen die Studierenden und die Lehrpersonen den Aufwand und die zur Verfügung gestellten Materialien für die Vor- und Nachbereitung des Präsenzunterrichts?
  • Leitfrage 3, Präsenzunterricht – Abstimmung auf das Selbststudium: Wie beurteilen die Studierenden und die Lehrpersonen die Abstimmung zwischen Präsenzunterricht und Vor- und Nachbereitung? Was ist dabei förderlich, was hinderlich?
  • Leitfrage 4, Einsatz digitaler Medien in und neben dem Unterricht: Wie beurteilen die Studierenden und die Lehrpersonen den Einsatz digitaler Medien und die BYOD-Pflicht im Verbundsystem?

Die Erkenntnisse dieses kollegialen Austauschs wurden in der Arbeitsgruppe Schulentwicklung (AGSE) im weiteren Verlauf des Schuljahres diskutiert und ausgewertet. Die Ergebnisse flossen in die Aktualisierung der beiden Dokumente «Studieren an der MSE» und «Unterrichten an der MSE» ein, und es entstand im Sinne einer Handreichung das neue Dokument «Geeignete Informatik-Tools für Selbststudium und Präsenzunterricht an der MSE». Diese Dokumente werden dem Kollegium in der ersten Schulkonferenz zu Beginn des neuen Schuljahres vorgestellt und anschliessend implementiert.

Ausblick

Im Schuljahr 2025/26 stehen aus Sicht der Qualitätsarbeit unter anderem die folgenden Bereiche im Fokus:

  • Schulinterne Weiterbildung (SCHILW) am 25. September 2025: Austausch mit Schulleitungen und Lehrpersonen der Berufs- und Fachmaturität
  • Auswertung der standardisierten Ehemaligenbefragung (SAB) 2025
  • Unterrichtsteams: Schwerpunkte bilden in den nächsten beiden Unterrichtsjahren die konkrete Umsetzung der WEGM (Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität) und insbesondere die Ausgestaltung der aktualisierten Wochenstundentafel und die Erarbeitung der neuen Fachlehrpläne auf Basis des Rahmenlehrplans und der kantonalen Lehrplanarbeit; dies natürlich auch im Austausch mit den anderen Erwachsenengymnasien in der Schweiz.
  • Klassenfeedbacks: Abschluss der zweiten Etappe des jeweils zweijährigen Durchgangs mit dem 2022/23 implementierten Befragungsinstrument, im Passerelle-Lehrgang mit Fokussierung auf das Fach Mathematik sowie die naturwissenschaftlichen Fächer Biologie, Chemie und Physik.

Thomas Seger, Qualitätsbeauftragter

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